CaNoFF Forschungskolloquium 2026

Das 3. CaNoFF-Forschungskolloquium bot spannende Einblicke in die Vielfalt aktueller frankoromanistischer Forschung

Wir blicken auf ein erfolgreiches und bereicherndes Kolloquium zurück! Am 29. und 30. Mai fand bereits zum dritten Mal das CaNoFF-Forschungskolloquium statt: ein Format, das sich an Doktorand:innen und Postdoktorand:innen richtet und ihnen die Möglichkeit bietet, laufende Forschungsarbeiten zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren.

Das Kolloquium zeigte eindrucksvoll, wie breit und vielfältig die Frankoromanistik sein kann. Sylvain Saura (Universität Bremen) eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag zur Akroamatik in der Lyrik, während Anna Fröhlich (Universität Rostock) erste Ergebnisse ihrer Forschung zur Funktionalität von Segmentierungsverfahren vorstellte. Im Anschluss zeigte Merveilles Mouloungui (Universität Bremen, ERC-Projekt Afroeurope and Cyberspace), wie die auch als Mrs Roots bekannte afrofeministische Bloggerin und Autorin Laura Nsafou zwischen Blog und Fantasyroman Perspektiven auf Dekolonialität artikuliert.

© Yannick Lemasson

Anschließend führte Elisabeth Kruse (Universität Regensburg) das Publikum nach Haiti und beleuchtete die Wechselwirkungen zwischen Religion und Identitätsentwürfen in der haitianischen Kultur. Nelson Sindze Wembe (Universität Bremen) bildete den Abschluss des ersten Tages mit einem Vortrag über gegenwärtige Entwicklungen im transozeanischen frankophonen Kino, mit einem Schwerpunkt auf der Réunion.

Am zweiten Tag eröffnete Imke Heine (TU Dresden) das Programm mit einem Vortrag zur Darstellung des kambodschanischen Genozids in der Bande dessinée der letzten zehn Jahre. Es folgte ein Beitrag von Pepe Blanco (Universität Rostock) zum Zusammenhang von Mehrsprachigkeit und Übersetzung im Werk von Jorge Semprún. Unsere Kolleginnen von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Julia Reichwein und Christiane Müller-Lüneschloß, schlossen das Kolloquium mit zwei literaturwissenschaftlichen Vorträgen zur Renaissance: Im ersten stand die Autorin Catherine des Roches und ihr Verhältnis zur Figur der Pallas Athene im Mittelpunkt, während der zweite Vortrag Marie de Beaulieus literarische Freundschaft mit der italienischen Schauspielerin und Autorin Isabella Andreini in den Blick nahm.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für die anregenden Diskussionen und die spannenden Einblicke in die aktuelle frankoromanistische Forschung – im Norden Deutschlands und darüber hinaus!