Mit der dritten Forschungsachse möchte CaNoFF den Spuren folgen, die der Mensch auf der Welt hinterlassen hat und hinterlässt. Das Anthropozän, die sozial-ökologische Transformation sowie Fragen der Nachhaltigkeit und Resilienz stehen hier im Mittelpunkt. Dabei sollen besonders die Randbereiche, Abgründe und Transitzonen erforscht werden: solche, die der Mensch betritt, die er hervorbringt, gestaltet oder die er als solche reflektiert. Dem Spannungsverhältnis, das sich einerseits aus der Unmöglichkeit speist, die Welt ohne sich selbst zu denken, und andererseits aus der Faszination oder Notwendigkeit, genau dies zu tun, entspringt Aktivität und Produktivität: Kulturen des Dazwischen, an den Klippenwegen menschlicher Vorstellungs- und Schaffenskraft. Narrative und Literaturen über Resilienz, Postwachstum und Formen der Reparation können als solche kreativen Aushandlungsräume für Fragen der kritischen Revision des Anthropozäns (écriture écocritique, nature writing, science-fiction à la française, space operas) perspektiviert und untersucht werden.
Gerade weil die Trans-sphères de l’anthropocènenur aus einer globalen, transkulturellen Perspektive verstanden werden können, eröffnen die über alle Kontinente hinweg vernetzten frankophonen Räume einen besonders interessanten Zugang. Multidisziplinäre Untersuchungsgegenstände wie z.B. die „humanité bleue“, frankophone Öko-Poetiken im Dialog mit der Welt oder die Diskurse um Klimagerechtigkeit im frankophonen Raum sind hier zu verorten.
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