Politiken, Ethiken und Ästhetiken in frankophonen Räumen

Frankophone Welten und Kulturräume stehen im Mittelpunkt dieser Forschungsachse und damit zugleich deren (post)koloniale Prägung sowie geopolitische Bedeutung in Vergangenheit und Gegenwart. Die Analyse der Vielfalt dieser frankophonen Räume, die vom  kanadischen Québec über etliche Staaten des afrikanischen Kontinents bis in die Region des Indischen Ozeans und die frankophonen Räume Europas reicht, kann aus der Sichtweise verschiedener Disziplinen erfolgen. 

Ein verbindendes Element stellt gleichwohl die Verknüpfung von politischen, ästhetischen und ethischen Perspektivierungen dar. Ob es um Sprache/Sprachpolitiken, kulturelle Manifestationen oder politische Interventionen geht, so soll die verschränkende Analyse der politischen, ethischen und ästhetischen Aspekte zum Verständnis der in der Vergangenheit verankerten und für die Zukunft so wichtigen frankophonen Räume beitragen. 

In dieser Forschungsachse stehen jene Arbeiten im Fokus, die sich einerseits mit Blick auf kulturtheoretische Debatten neuer Universalismen und frankophonen Weltliteraturen auseinandersetzen und andererseits mit der Frage nach der Rolle von Literatur in diesem Kontext. Das Dispositiv des Raumes eröffnet dabei eine Perspektive, die die Frankophonie in ihrer mehrdimensionalen Konstruktivität und Vielfältigkeit erkennen lässt. Welche Bedeutung der Interrelation politischer und ästhetischer Phänomene und Strategien bei der Imagination und Gestaltung von Begrenzungen und Ausdehnungen, aber auch bei der Verortung kultureller Ereignisse und Objekte innerhalb und außerhalb solcher ‘Räumlichkeiten’ zukommt, ist Erkenntnisinteresse dieser Forschungsachse.

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