Lesung und Filmvorführung mit Vera Viehöver „Henri Meschonnic oder Die Poetik des Rhythmus“

© Vera Viehöver
Henri Meschonnic oder Die Poetik des Rhythmus.
Einblicke in das Werk eines „marginal majeur“
Vera Viehöver, Literatur- und Übersetzungswissenschaftlerin an der Université de Liège (B), stellt an diesem Abend den französisch-jüdischen Literaturtheoretiker, Dichter und Übersetzer Henri Meschonnic (1932–2009) vor – einen in Deutschland immer noch weitgehend unbekannten „marginal majeur“ der Intellektuellengeschichte des 20. Jahrhunderts.
Im Gespräch mit Sylvain Saura erklärt die Referentin, die im Jahr 2025 die erste Monografie über Meschonnic in deutscher Sprache vorgelegt hat und an mehreren Übersetzungsprojekten beteiligt war, Meschonnics Konzept einer „Poetik des Rhythmus“ und beleuchtet seine Wahlverwandtschaften (etwa die mit Paul Celan und Ingeborg Bachmann) und Freundschaften (z.B. mit dem Maler Pierre Soulages und dem Theaterregisseur Claude Régy). Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm Henri Meschonnic ou la poétique du rythme (frz. mit dt. Untertiteln) der französischen Filmemacherin Élodie Lélu geben weitere Einblicke in das Denken und die Passionen Meschonnics.